Juni 2023 – Recap

Der Juni 2023 brachte erneut eine einige fesselnder Bücher mit sich, die mich in unterschiedliche Winkel der Erde und der menschlichen Psyche entführten. In meinem Recap stelle ich euch vor was es von wissenschaftlichen Theorien bis hin zu aufregenden Thrillern zu entdecken gab. Hier ist mein Rückblick auf die Lektüre des Monats.

Gelesene Bücher:

  • Das kleine Buch der Stringtheorie” von Steven S. Gubser (192S): Ein faszinierender Einblick in die Welt der theoretischen Physik. Dieses Buch erklärte komplexe Konzepte der Stringtheorie auf recht verständliche Weise, wobei man sagen muss dass manche Sachverhalte, in Kürze des Buches für mich nicht ganz zu durchdringen waren. (Untertreibung!)
  • All Horrors Eve” von Tanja Hanika (190S): Ein Gruselroman über zwei Freundinnen, die sich auf ihre Halloween Party freuen und deren Freundschaft auf die Probe gestellt wird.
  • Die Antarktis-Verschwörung” von Clive Cussler (926S): Ein Abenteuer-Thriller, der mich in die eisige Welt der Antarktis entführte. (Eins meiner Lieblings-Settings: Eis und Schnee!) Mit über 900 Seiten bot dieses Buch ein packendes Leseerlebnis ganz im Stil der Tomb Raider Abenteuer.

Gehörte Hörbücher:

  • Der Gesang in den Meeren” von Doreen Cunningham (11:12h): Ein Hörbuch, das mich auf eine Reise zu den Walen mit nahm. Die Begeisterung und die Hingabe, mit der die Autorin von den Walen berichtet war für mich wirklich so wundervoll und inspirierend.

Highlight: “Der Gesang in den Meeren” von Doreen Cunningham

In “Der Gesang in den Meeren” berichtet Doreen Cunningham sehr persönlich von ihrer Reise zu den Walen dieser Erde. Begleitet wird sie dabei von ihrem kleinen Sohn, dessen Liebe zu den Walen, ihrer in nichts nachsteht. Ihre Begeisterung für die Tiere ist ansteckend und inspirierend. Und bringt mich zum Nachdenken über den Schutz unserer Meere.

Wer sich für Walrettung und Walschutz interessiert, dem kann ich die YouTube Serie “0800 SEE ORCA” empfehlen, in der Robert Marc Lehmann die wunderbare Dr. Ingrid Visser auf ihrer Mission Orca Rettung und Erhalt begleitet. Diese Frau hat ihr ganzes Leben den Orcas gewidmet. Durch die Serie sieht man die Orcas einen kurzen Augenblick durch ihre Augen und das hat meine Wahrnehmung immens verändert.

Lowlight: “All Horrors Eve” von Tanja Hanika

Hier muss ich direkt den Einschub bringen: “All Horrors Eve” ist mein Lowlight im Vergleich zu den anderen Büchern, aber es ist kein schlechtes Buch und ich habe mich durchaus gegruselt. Das Buch ist recht kurz und macht eine Menge Themen auf wenigen Seiten auf. Dennoch finde ich ist es eine Sammlung an spannenden und gruseligen Themen: Das Horrorhaus, Satanismus, dunkle Gestalten. “All Horrors Eve” spielt für mich im Mittelfeld zwischen gruseliger Geschichte und etwas zu zügiger Erzählung.

Eine Liste meiner gelesenen Bücher 2023 gibt es hier → 


Mai 2023 – Recap

Der Monat Mai war wieder sehr stark und ein wahres Lesevergnügen. Von packenden Thrillern bis hin zu faszinierenden Sachbüchern war alles dabei. In meinem Mai – Recap möchte ich einen Überblick über meine Lektüre geben und besonders mein Highlight des Monats hervorheben.

Folgende Bücher habe ich im Mai gelesen:

  • “Meteor” von Dan Brown (16:05h): In diesem fesselnden Thriller steht eine archäologische Entdeckung im Mittelpunkt. Ein Meteorit wird in der Arktis gefunden und birgt ein Geheimnis, das das Verständnis der Menschheit über das Universum in Frage stellt. Es entspinnt sich ein skrupelloser Kampf zwischen Wissenschaftlern, Geheimdienste und skrupellose Organisationen um die Kontolle über den Meteorit.
  • Die letzten ihrer Art” von Douglas Adams und Mark Carwardine (269S): Ein fantastischer Reise in die Welt von bedrohten Tierarten und deren Schutz.
  • “Der Outsider” von Stephen King (768S): Ein düsterer Thriller über einen Mordfall, bei dem scheinbar unerklärliche Dinge geschehen und die Grenzen zwischen Realität und Übernatürlichem verschwimmen.
  • “Do Androids Dream of Electric Sheep?” von Philip K. Dick (193S): Ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur, der die Frage nach der menschlichen Identität und den Unterschieden zwischen Menschen und künstlichen Wesen aufwirft.
  • “Die Brücke von San Luis Rey” von Thornton Wilder (141S): Eine faszinierende Erzählung über das Schicksal von fünf Menschen, die bei einem Brückeneinsturz ums Leben kommen, und die Suche nach dem Sinn des Lebens. (Unbeliebte Meinung: überbewertet!)
  • “Roadkill – Ein Weg wird dein letzter sein” von Tanja Hanika (176S): Ein Thriller über einen psychopatischen Mörder, der eine Gruppe liegengebliebener Menschen in einem Wald heimsucht.
  • “Ashes – Pechschwarzer Mond” (Bd.4) von Ilsa J. Bick (448S, Reread): Das epische Ende der dystopischen Reihe, in der eine mysteriöse Epidemie die Welt verändert hat. Alex’, Toms und Ellis Reise neigt sich dem Ende.
  • “Ashes – Ruhelose Seelen” (Bd.3) von Ilsa J. Bick (448S, Reread): Der dritte Teil der Reihe, in dem sich die Spannung weiter zuspitzt und Alex Gefühle auf die Probe gestellt werden.
  • “Eis” von Alice Henderson (400S): Alex Carter, eine Wildtierbiologin, nimmt ein Angebot an, in der kanadischen Arktis Eisbären zu erforschen. Doch als ihr Helikopter sabotiert wird und sie sich allein im eisigen Terrain wiederfindet, muss sie gegen unbekannte Feinde kämpfen, die ihre Forschung um jeden Preis verhindern wollen.

Highlight: “Die letzten ihrer Art” von Douglas Adams und Mark Carwardine

Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Douglas Adams, bekannt für seinen wortgewandten und amüsanten Schreibstil, und Mark Carwardine, ein renommierter Zoologe, nehmen uns mit auf eine Reise zu den bedrohtesten Tierarten der Welt. Mit Humor und Tiefgang schildern sie ihre Begegnungen und geben einen Einblick in die Bemühungen um ihren Schutz. Eine inspirierende Lektüre, die zum Nachdenken anregt und den Blick für den Artenschutz schärft.

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier → 

Lowlight: “Roadkill” von Tanja Hanika

Nachdem ich bereits mehrere Bücher von Tanja Hanika gelesen habe, war ich gespannt auf “Roadkill”. Leider wurde schnell klar, dass es viel zu viele Charaktere und Handlungsstränge für ein kurzes Buch von rund 180 Seiten gab. Leider ist “Roadkill” mein Lowlight des Monats.

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier → 

Rezension: “Die letzten ihrer Art” von Douglas Adams und Mark Carwardine

Heute stelle ich in meiner Rezension ein Buch vor, dass schon so alt ist wie ich selbst. 😀 Ich habe es vor einiger Zeit gebraucht erstanden und kann vorweg bereits sagen, dass ich sehr gerührt und unterhalten war: “Die letzten ihrer Art”.

"Die letzten ihrer Art" von Douglas Adams und Mark Carwardine

“Die letzten ihrer Art” ist eine faszinierende Kombination aus Reisebericht und Artenschutz. Die Autoren Douglas Adams, bekannt für seine humorvollen Science-Fiction-Romane, und Mark Carwardine, ein renommierter Zoologe und Naturschützer, nehmen uns mit auf eine abenteuerliche Expedition rund um den Globus, um bedrohte Tierarten zu entdecken und ihre Geschichten zu erzählen.

Artenschutz im Fokus

Das Buch behandelt auf eindringliche und zugleich humorvolle Weise das Thema Artenschutz. Adams und Carwardine zeigen, wie bedroht und vielfältig die Tierwelt ist und wie wichtig es ist, sich für den Schutz dieser Arten einzusetzen. Sie setzen sich mit den Ursachen von Artensterben auseinander und werfen gleichzeitig ein Licht auf die positiven Projekte und Menschen, die sich für den Erhalt bedrohter Arten einsetzen. Es ist eine eindringliche Botschaft, die die Leser:innen zum Nachdenken anregt und zum Handeln motiviert.

Im Laufe der Seiten stellen die Autoren verschiedene Tierarten vor, die sie auf ihrer Reise besucht haben und erzählen ihre Geschichte. Jede Art wird mit Hintergrundinformationen, Anekdoten und Adams’ typischem Humor vorgestellt, was das Lesen zu einem unterhaltsamen und lehrreichen Erlebnis macht.

Einige der im Buch vorgestellten Tierarten sind:

  • Der Kakapo: Der Kakapo ist ein flugunfähiger Papagei aus Neuseeland und zählt zu den seltensten Vögeln der Welt. Adams und Carwardine haben die seltene Gelegenheit, diesen eigenartigen und charmanten Vogel in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten und erzählen von seinen einzigartigen Eigenschaften und Herausforderungen.
  • Der Komodowaran: Als größte lebende Echse ist der Komodowaran faszinierend und gleichzeitig bedroht. Adams und Carwardine nehmen uns mit auf eine Reise zu den Komodo-Inseln in Indonesien, um diese beeindruckenden Reptilien zu treffen und ihre Lebensweise zu verstehen.
  • Der Baiji: Der Baiji, auch bekannt als Chinesischer Flussdelfin, ist eine der bedrohtesten Tierarten der Welt. Die Autoren berichten von ihrer Suche nach den seltenen Flussdelfinen im Jangtsekiang in China und werfen dabei einen Blick auf die Umweltprobleme, die zu ihrem Rückgang geführt haben.

Insbesondere die Bedrohung die Bedrohung vom Baiji durch Unterwasserlärm hat mich sehr schockiert. In welchem Maße das Befahren von Flüssen die Unterwasserwelt beeinflusst war mir nicht bewusst. Genauso wenig wie sehr Schall sich im Wasser ausbreitet.

Der Kakapo, der Komodowaran und der Baiji sind nur einige Beispiele, aber die herausstechendsten, der spannenden Tierarten, die in “Die letzten ihrer Art” vorgestellt werden. Jede Geschichte vermittelt nicht nur interessante Fakten, sondern auch einen Einblick in die einzigartige Schönheit und die Herausforderungen, mit denen diese Tiere konfrontiert sind.

Die Autoren

Douglas Adams und Mark Carwardine bilden ein dynamisches Autorenteam, das dem Leser eine einzigartige Perspektive bietet. Adams’ bekannter wortgewandter und humorvoller Schreibstil verleiht dem Buch eine besondere Leichtigkeit, während Carwardine mit seinem fundierten Fachwissen und seiner Leidenschaft für den Artenschutz überzeugt. Die Kombination aus Adams’ humorvollen Anekdoten und Carwardines wissenschaftlicher Expertise schafft eine ideale Balance zwischen Unterhaltung und Information.

Douglas Adams’ wortgewandter und amüsanter Schreibstil: Adams’ Schreibstil ist unverkennbar: geistreich, humorvoll und voller witziger Analogien. Seine Beschreibungen der Tiere und Situationen sind mit einer Prise Ironie gewürzt und bringen den Leser oft zum Schmunzeln. Mit seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, komplexe Themen leicht verständlich zu erklären, schafft er eine einzigartige Atmosphäre, die den Leser von Anfang bis Ende fesselt.

Fazit

“Die letzten ihrer Art” ist ein bemerkenswertes Buch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Kombination aus Douglas Adams’ humorvollem Schreibstil und Mark Carwardines fundiertem Fachwissen schafft eine einzigartige Leseerfahrung. Es ist ein Aufruf zum Handeln und zur Wertschätzung der bedrohten Tierarten unserer Welt. Diese Reise in die Welt des Artenschutzes sollte von jedem Natur- und Tierliebhaber gelesen werden. Es ist ein Buch, das uns daran erinnert, dass wir alle eine Rolle spielen, um die letzten ihrer Art zu schützen und zu bewahren.

Mich hat das Buch emotional getroffen zum einen musste ich an manch einer Stelle herzhaft über Adams Humor lachen auf der anderen Seite hatte ich wirklich Tränen in den Augen über die Zerstörung die Menschen im Lebensraum der Tiere anrichten.

Zeitliche Einordnung

Jetzt sei noch gesagt: Das Buch ist über 30 Jahre alt und einige der beschriebenen Zustände müssen nicht mehr der aktuellen Situation entsprechen.

Das Umsiedelungsprogramm vom Kakapo hatte beispielsweise Erfolg: 1990 betrag die Zahl der bekannten Kakapos um die 50-60 Tiere. Bis 2022 ist die Anzahl der Tiere auf ca. 250 angewachsen. Dennoch gilt der Kakapo als kritisch bedrohte Tierart.

Hier gibt’s weitere Infos über den Kakapo →

Beim Süßwasserdelphin Baiji sieht es hingegen ziemlich schlecht aus. Er wird auf der IUCN Redlist als “Critically Endangered (Possibly Extinct)” geführt. 🙁

Insgesamt denke ich, hat das Buch nichts an Aktualität eingebüßt. Der Kampf um die Tierarten, unsere Biodiversität und den Erhalt und Ausbau von Lebensräumen ist aktueller denn je.

Zum Thema Artenschutz kann ich ein aktuelles Buch empfehlen: “Mission Erde” von Robert Marc Lehmann.

Rezension: “Roadkill” von Tanja Hanika

Als großer Fan von Tanja Hanikas Büchern war ich gespannt auf “Roadkill”. Leider muss ich sagen, dass es mich eher enttäuscht hat. Erfahrt in meiner Rezension warum mich “Roadkill” nicht ganz überzeugen konnte.

"Roadkill" von Tanja Hanika

Blut, Irrsinn und hemmungslose Rache erwarten denjenigen, der seinen Weg verlässt.

Mira und Lars fahren nach einem Besuch bei seinen Eltern von der Autobahn ab, um über abgelegene Landstraßen die Gegend zu erkunden. Nach einem verlassenen Bus finden sie bald auch einen verwirrten Busfahrer und ihr kleines Abenteuer wird zu einer Nacht voller Mord und Blut.

Drei Jugendliche beenden ihre Geocaching-Schatzsuche im Wald, um stattdessen das sagenumwobene Grab einer Hexe aufzuspüren. Dabei wird ein Killer auf sie aufmerksam, der nach einer Bus-Panne durch die Wälder streift. Sie müssen sich fragen: Wird der Killer oder die tote Hexe sie holen kommen?

Quelle: Homepage der Autorin tanja-hanika.de

Meine Meinung

Zu viele Charaktere für zu wenig Buch

Mit einer Vielzahl von 8-9-10 Charakteren, mehreren Blickwinkeln und überraschenden Killer-Szenen in nur rund 180 Seiten wollte “Roadkill” zu viel auf einmal. Dadurch wurde die Handlung verwirrend und es fehlte die Möglichkeit, sich wirklich mit den einzelnen Figuren zu identifizieren. Besonders irritierend waren einige Szenen, in denen der Killer scheinbar aus dem Nichts eine Höhle entdeckt und sich gruselige Ereignisse abspielen, die letztendlich keine Bedeutung für die Geschichte haben.

Mehrere Blickwinkel

Die Vielzahl der Blickwinkel führte dazu, dass die einzelnen Handlungsstränge nur oberflächlich erzählt wurden und keine richtige Spannung aufkommen konnte. Anstatt sich auf ein oder zwei Hauptstränge zu konzentrieren und diese intensiver auszuarbeiten, wirkte die Geschichte fragmentiert und zerstreut.

Rache

Ein weiterer Schwachpunkt war das überzogene Rache-Motiv eines der Charaktere am Ende des Buches. Es wirkte zu sehr aus dem Nichts und lenkte von der eigentlichen Handlung ab. Ich denke das Motiv der “hemmungslose Rache” wie es auch in der Zusammenfassung erwähnt wird, sollte eins der wichtigsten Themen des Buches sein. In meinen Augen zündet die Wendung von der verantwortungsvollen und freundlichen Frau zur rachelüsternen und skrupellosen Freundin einfach nicht. Hätte die Autorin mehr Zeit darauf verwendet, die bestehenden Handlungsstränge zu vertiefen, hätte “Roadkill” sicherlich mehr Spannung aufbauen können.

Die Freunde

Ein Handlungsstrang befasst sich mit drei Freunden, die den Wald für Geocaching besuchen und in den Schlamassel hineingezogen werden. Die Dynamik zwischen den Freunden war, was ich am Buch am meisten mochte. Die drei Freunde haben eine Persönlichkeit, es gibt viele Details wie sie zueinander stehen und welche Spannungen existieren. Von den drei hätte ich gerne mehr gelesen. 🙂

Fazit

Insgesamt war “Roadkill” von Tanja Hanika für mich eine enttäuschende Achterbahnfahrt. Obwohl die Idee und das Setting vielversprechend waren, konnte die Umsetzung nicht überzeugen. Dennoch werde ich weiterhin gespannt auf die zukünftigen Werke der Autorin warten.

Empfehlen kann ich von der Tanja Hanika die Bücher “Redthorne Castle” und “Zwilicht”. 🙂


Hinweise

Rezension: ©alienicious 2023

Ich habe das rezensierte Buch zu einem privaten Anlass geschenkt bekommen.

Eine Übersicht meiner Rezensionen findet ihr hier.