
Inhalt
Als Winslow in die Kleinstadt Quincy in Montana kommt, hat sie nur ein Ziel: Die Vergangenheit hinter sich lassen und allen beweisen, dass sie den Job als neue Polizeichefin verdient hat.
Dumm nur, dass sie gleich am ersten Abend ihren Ruf aufs Spiel setzt. Der One-Night-Stand mit Griffin Eden war ein Fehler. Ein attraktiver Fehler … Aber das ändert nichts an dem Problem. Denn die Edens haben in Quincy das Sagen und damit auch Winslows Karriere in der Hand. Daher versucht sie, die Nacht zu vergessen und sich auf ihren Job zu konzentrieren.
Doch als auf dem Grundstück der Edens eine Frau tot aufgefunden wird, können die beiden einander nicht mehr ignorieren. Und Griffin merkt, dass er Winslow unterschätzt hat. Sie ist eigenwillig, clever, und sie ist unwiderstehlich. Für Griffin – und den Killer.
Quelle: Audible/Saga Egmont
Meine Meinung
Mit Indigo Ridge startet die Edens-Reihe von Devney Perry mit einer Mischung aus Kleinstadt-Romance und Kriminalfall. Im Mittelpunkt stehen die neue Polizeichefin Winslow Covington und Griffin Eden, Mitglied der einflussreichen Eden-Familie von Quincy, Montana. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine Beziehung, während Win gleichzeitig einen Mordfall untersucht, der irgendwie mit der Familie Eden verbunden zu sein scheint.
Ich glaube, mein größtes Problem mit dem Buch war, dass es mich emotional nie so richtig gepackt hat. Die Romanze war nett zu lesen, aber auch sehr vorhersehbar und wirkte auf mich wie etwas, das ich in ähnlicher Form schon sehr oft gelesen habe: grumpy aber sehr gut aussehender Junggeselle, Kleinstadt, mächtige Familie, unabhängige Frau von außerhalb die die Strukturen aufmischt. Das funktioniert durchaus, hat mich aber einfach nicht besonders überrascht oder begeistert.
Auch der Kriminalfall war okay, aber für meinen Geschmack nicht spannend genug, um die Geschichte wirklich zu tragen. Gerade weil das Buch versucht, Romance und Spannung zu kombinieren, hätte ich mir entweder mehr Spannung oder mehr emotionale Tiefe gewünscht.
Und dann das Ende … puh. Ich weiß wirklich nicht, warum so viele Romance-Bücher das ultimative Happy End immer mit Heirat und Kindern gleichsetzen müssen. Für mich hat sich das hier eher wie ein sehr typischer Standardabschluss angefühlt als wie ein wirklich stimmiger Charakterabschluss, insbesondere was Winslow angeht. Egal wie die Charaktere sich vorher entwickelt haben, mit so einem Ende werden sie alle gleichgebügelt.
Ich verstehe, warum viele Menschen solche Bücher lieben. Quincy hat eine sehr warme, wohlige Atmosphäre, die Eden-Familie vermittelt Geborgenheit und das Buch liest sich angenehm unkompliziert. Quincy ist – trotz des Kriminalfalls – weit weg von der realen Welt und all der alltäglichen und realistischen Herausforderungen und Probleme. Wenn man genau diese Art von emotionaler Wohlfühl-Romance und Familienvision mag, dann kann Indigo Ridge sicherlich gut funktionieren. Für mich persönlich blieb am Ende aber leider nicht viel hängen außer dem Gefühl, dass mich die Geschichte einfach nicht wirklich erreicht hat.
Buchdetails:
„Indigo Ridge“ von Devney Perry – Band 1 der Edens-Reihe
Saga Egmont – 06.05.2025
Hörbuch – 10:24 Std.
Hinweise
Rezension: ©alienicious 2026
Das rezensierte Buch habe ich selber erworben.


