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Podcast Recap – KW16-2026

Hallöchen zum Podcast Recap in Woche 16,

Auch diese Woche – da wiederhole ich mich – war bei mir wieder stark von True Crime geprägt. Langsam wird es wirklich schwer zu behaupten, das sei nur eine Phase.

Besonders spannend fand ich die neue Folge von Verbrechen von Nebenan zum YOG’TZE-Fall. Obwohl dieser Fall bereits von vielen Podcasts / Formaten über die Jahre behandelt wurde, übt er auf mich immer wieder eine große Faszination aus. Vielleicht weil er besonders in den ersten Jahren so mysteriös erschien und sich als ein richtiges Rätsel entpuppt hat.
Die rätselhaften Umstände, die letzten Aussagen des Opfers und die Frage, welche Informationen tatsächlich gesichert sind und welche sich im Laufe der Jahre verselbstständigt haben, machen den Fall spannend. Gleichzeitig zeigt er auch, wie sehr Wahrnehmung, Zeugenaussagen, Interpretationen und die damalige Polizeiarbeit die Richtung der Ermittlung beeinflusst haben. Bei Verbrechen von Nebenan wurde der Fall aufgrund seines Abschlusses in 2025 thematisiert.
Also falls ihr den Fall noch nicht kennt, kann ich die Folge sehr empfehlen.

Bei Mordlust ging es wieder durch ganz unterschiedliche Fälle. Direkt 11 Episoden habe ich in dieser Woche gehört plus eine Frage-Runde-Episode. Hinter jedem Fall stehen völlig unterschiedliche gesellschaftliche Themen und menschliche Schicksale. Und ich finde besonders die juristische und gesellschaftliche Einordnung regt immer wieder dazu an, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Beispielsweise über Strafmaße oder Ähnliches.

Abseits von True Crime gab es natürlich noch die üblichen Begleiter: etwas Wissenschaft bei Methodisch Inkorrekt, Sonntags-Unterhaltung bei Alliteration am Arsch und bei den Kackis eine rasanter Flug durch die Welt von Top Gun.

Insgesamt also eine Woche mit vielen bekannten Stimmen auf den Ohren – und einem der rätselhaftesten Kriminalfälle Deutschlands, der mich auch nach all den Jahren interessiert.

KW16 – 13.04.2026-19.04.2026 – Gehörte Episoden

Alliteration am Arsch:
AAA378 – „Ungeplante Unterhaltung“

Methodisch Inkorrekt:
Mi386 – „Diamant-Priester“
Mi385 – „Nuckelpinne“ 

Kack und Sachgeschichten (Free/Premium):
HOSE RUNTER 11 – Jubiläumsparty und 1 Jahr Trennung
#347: Der Top Gun Afterburner

Verbrechen von Nebenan:
#172 Die letzte Botschaft: Der YOG`TZE-Fall

Mordlust:
#103 Der Kampf danach
#109 Die Nachbarn: Verbrechen von nebenan
#118 (Un)geschützt
#119 Das Martyrium einer Studentin
#120 Ein Angriff auf die Demokratie
#121 Lustmord
Die ???
#122 Memento
#123 Besonders verachtenswert
#124 Alles auf Rot
#128 Schlaf, Kindlein, schlaf…
#235 Eine unerträgliche Schmähung

Friends in Crime:
#20 Love-Scam – Der Physiker und das falsche Versprechen

Podcast Recap 2026
alienicious.de

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Politik-Müdigkeit

In den vergangenen Monaten habe ich gemerkt, wie sehr mich die politische Lage in Deutschland und weltweit ermüdet. Die Fülle an Krisen, Konflikten und permanenten Zuspitzungen wirkte nicht mehr anregend, sondern überfordernd. Statt Orientierung zu geben, erzeugten viele Nachrichten vor allem ein Gefühl von Ohnmacht. Als Konsequenz habe ich mich – bewusst und unbewusst zugleich – weitgehend aus dem aktuellen Nachrichtengeschehen zurückgezogen. Und das seit Monaten.

Dieser Rückzug war kein Ausdruck von Gleichgültigkeit, sondern ein notwendiger Schutz. Das permanente Einprasseln negativer Nachrichten erzeugte ein Gefühl von tiefem Pessimismus und Fatalismus, das spürbar auf mein tägliches Fühlen und Handeln übergriff. Die Auseinandersetzung mit der politischen Lage im In- und Ausland war für mich lange von der Überzeugung geprägt, dass Wissen grundsätzlich stärkt und zu besseren Entscheidungen befähigt. Dieses Gefühl jedoch ist gekippt: Aus informierter Handlungsfähigkeit wurde Ohnmacht, aus Orientierung ein Verlust an Selbstbestimmtheit.

Gleichzeitig ist mir klar geworden, dass vollständige Abkehr keine Lösung sein kann. Politische Entwicklungen verschwinden nicht, nur weil man sie nicht verfolgt. Verantwortung, Interesse und gesellschaftliche Teilhabe lassen sich nicht dauerhaft ausblenden. Demokratie erhalten und ausbauen geschieht nicht durch die Abkehr von Information. Der Wunsch, wieder informierter zu sein, ist daher zurückgekehrt – vorsichtig und bewusst.

Ich möchte mich der aktuellen Lage erneut annähern, jedoch unter anderen Vorzeichen als zuvor. Weniger hektischer Nachrichtenkonsum, weniger permanentes „Breaking News“-Gefühl, dafür mehr Einordnung, Kontext und Analyse. Formate, die erklären statt zu empören, die Zusammenhänge herstellen und Widersprüche aushalten.

In diesem Zusammenhang habe ich mir vorgenommen, wieder regelmäßig den Podcast „Lage der Nation“ zu hören – auch rückblickend, um Entwicklungen nachzuvollziehen und besser einzuordnen. Darüber hinaus möchte ich neue Medien und Formate ausprobieren, die sich Zeit nehmen für Recherche und Differenzierung, sei es in Podcastform oder in längeren journalistischen Texten.

Für meinen Bücherblog bedeutet das keine thematische Abkehr, sondern eher eine Erweiterung. Literatur und Politik stehen für mich nicht im Widerspruch. Im Gegenteil: Viele Bücher helfen dabei, gesellschaftliche Prozesse, Machtstrukturen und menschliche Reaktionen besser zu verstehen. Die erneute Hinwendung zu politischen Themen soll daher nicht laut oder tagesaktuell sein, sondern reflektiert und eingebettet in das, was mich ohnehin begleitet: das Lesen, Nachdenken und Ordnen von Gedanken.

Neben den Genres, die meinen Blog bisher prägen, möchte ich mich künftig auch stärker mit politischen Büchern beschäftigen – als ruhige, vertiefende Ergänzung zum tagesaktuellen Nachrichtengeschehen.

Podcast: Die Lage der Nation

Aktuell ist mein Podcatcher noch gut gefüllt mit Podcastfolgen aus der Lage der Nation, die ich nachhören muss. Da wären die Sommerfolgen LdN440-443. Die Sommerfolgen bestehen jeweils aus spannenden Interviews. Wie Beispielsweise Folge 443 in der Philip Banse und Ulf Buermeyer mit der Agrarwissenschaftlerin Christine Chemnitz über die Landwirtschaft in Deutschland sprechen.

neben den Sommerfolgen warten noch die regulären Folgen LdN446 bis 461 darauf von mir gehört zu werden. Gerae bin ich bei Folge 446 aus Mitte September und unter anderen den Themen Charlie Kirk und Trumps Weg in die Autokratie.

Politische Bücher

Eine kleine Zusammenstellung von Büchern die ich potenziell zu Lesen in Erwägung ziehe.

„Letzte Chance: Der neue Kanzler und der Kampf um die Demokratie“ – Robin Alexander
Analysiert politische Dynamiken in Deutschland und die Herausforderungen für demokratische Stabilität.

„Den Bach rauf“ – Robert Habeck
Politische Perspektiven und Zukunftsvisionen des grünen Ex-Kanzlerkandidaten zu Klima, Gesellschaft und Demokratie.

„Verlust. Ein Grundproblem der Moderne“ – Andreas Reckwitz
Soziologische Betrachtung über gesellschaftliche Unsicherheiten, Wertewandel und politische Folgen.

„Der stille Krieg: Wie Autokraten Deutschland angreifen“ – Markus Wehner & Reinhard Bingener
Untersuchungen zu globalen Bedrohungen für Demokratie und Rechtsstaat sowie zu internationalen Spannungen.

„Wer soll was tun?“ – Frauke Rostalski
Eine aktuelle Debatte über Verantwortung, Politik und Gesellschaft in Zeiten des Klimawandels.

„Systemkrise: Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus“ – Philipp Staab
Breite Analyse der strukturellen Herausforderungen liberaler Demokratien.

„Nord Stream“ – Steffen Dobbert & Ulrich Thiele
Politische und energiepolitische Hintergründe einer der größten geopolitischen Kontroversen Europas.

„Ungleich vereint: Warum der Osten anders bleibt“ – Steffen Mau
Gesellschaftliche Spaltung, politische Polarisierung und der Einfluss sozialer Strukturen auf die Demokratie.

„Aufstieg und Fall der Menschheit. Warum unsere Spezies am Rand des Aussterbens steht“ – Henry Gee
Keine klassische Politik im engeren Sinn, aber ein Buch, das globale Risiken und Zukunftsfragen in den politischen Kontext des 21. Jahrhunderts einordnet.

Meine in 2026 gelesenen Bücher findet ihr hier >