Rezension: „Old Bones – das neunte Opfer“ von Preston & Child (Band 4)

Erfahrt in meiner Rezension zu „Old Bones – das neunte Opfer“ warum mich das Autorenduo Preston & Child und ihre großaufgezogenen Geschichten immer wieder begeistern.

Rezension: „Old Bones – das neunte Opfer“ von Preston & Child (Band 4)

Inhalt

Ein Leichenfund in einer Höhle beschert FBI-Agentin Corrie Swanson ihren neuen Fall: Die beiden Toten gehören zu einer Gruppe von neun Wanderern, die 2008 auf ungeklärte Weise ums Leben kamen. Von einer winterlichen Rucksacktour in den Bergen von New Mexico kehrte keiner der neun zurück – doch man fand damals trotz intensiver Suche nur sechs Leichen. Und am letzten Lagerplatz der Wanderer stießen die Retter auf eine bizarre Szene: Offenbar war am Zelteingang etwas derart Furchterregendes aufgetaucht, dass die Männer sich ins Freie schnitten und barfuß in einen Schneesturm flohen, in ihren sicheren Tod.

Der unheimliche Fall gilt bis heute als unlösbar. Dass einer der beiden Toten in der Höhle sich anscheinend auf grausame Weise selbst getötet hat, lässt Corrie Swanson Böses ahnen. Sie bittet erneut die Archäologin Nora Kelly um Hilfe, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und den neunten Toten zu finden. Doch ihre Suche weckt ein lang schlummerndes Übel, das Corrie und Nora mit aller Macht verfolgt und verhindern will, dass die letzte Leiche jemals ans Licht kommt.
Quelle: Droemer Knaur

Meine Meinung

„Old Bones“ die Reihe

„Old Bones – Das neunte Opfer“ von den Autoren Douglas Preston und Lincoln Child ist der vierte Band in der „Old Bones“ Reihe. Die Reihe ist teil des größeren Universums in dem verschiedene Charaktere Auftritte haben. Die Reihe beschäftigt sich mit Themen rund um die FBI-Arbeit, Forensik, Archäologie, Wissenschaft, Geschichte aber auch klassischen urban Legends. Die Reihe ist ein Spin Off der berühmten Pendergast Reihe

„Das neunte Opfer“ war für mich einfach ein absolutes Highlight! Ich liebe die Art, wie das Autorenduo schreibt: unglaublich flüssig, spannend und detailreich, mit einer besonderen Mischung aus Thriller, Wissenschaft und Mystery. Gerade die vielen Einflüsse aus Forensik, Archäologie und Anthropologie machen ihre Bücher für mich jedes Mal zu etwas Besonderem.

Die beiden Protagonistinnen: Nora Kelly und Corrie Swanson

Besonders begeistert hat mich erneut das Protagonisten-Duo: die Archäologin Nora Kelly und FBI-Agentin Corrie Swanson. Nora kennt man bereits aus anderen Reihen/Büchern der Autoren, während Corrie der zentrale und neue Charakter dieser Reihe ist.

Corrie ist noch vergleichsweise neu beim FBI und kämpft immer wieder mit Unsicherheiten. Trotzdem hat sie einen wahnsinnig starken moralischen Kompass, handelt mutig und lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Die Dynamik zwischen den beiden funktioniert einfach hervorragend und macht unglaublich viel Spaß zu lesen.

Eine feministische Lesart

Dazu kommt, dass ich die beiden auf positivste Weise feministisch lese. Zwei Frauen als kompetente, vielschichtige Protagonistinnen, die eigenständig handeln. Die sich beide gegen Männer behaupten müssen. Die sich in Machtstrukturen bewegen müssen und die beide in einem von Männern dominierten Beruf arbeiten. Dabei werden sie nicht sexualisiert, nicht als bossy inszeniert sondern über ihren Intellekt definiert. Ihre Dynamik ist geprägt von Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft. Sie werden als die intelligenter und vernünftiger handelnden Charaktere etabliert.

Der Fall

Der eigentliche Fall ist extrem mysteriös und spannend aufgebaut. Die Geschichte orientiert sich deutlich am realen Unglück am Djatlow-Pass – und genau diese kalte, mysteriöse Stimmung zieht sich durch das gesamte Buch. Menschen verschwinden spurlos in den Bergen, Leichen tauchen Jahre später wieder auf, und überall schwebt dieses beklemmende Gefühl, dass irgendetwas übernatürliches die Tode verursacht haben könnte.

Dabei bleibt die Handlung nie klein oder überschaubar – und genau das liebe ich so an den Büchern von Preston & Child. Natürlich wirkt manches total überzogen oder fast schon konstruiert, aber die Autoren fahren immer groß auf: geheime Hintergründe, zahlreiche Beteiligte, Ermittlungen, die sich bis zum Militär oder lokalen Behörden ziehen, mehrere miteinander verwobene Handlungsstränge und ein Geheimnis, das immer größere Kreise zieht. Trotzdem verliert die Geschichte nie ihren wissenschaftlichen Kern, wodurch sich selbst die verrückteren Entwicklungen irgendwie greifbar anfühlen. Und immer sind die Geschichten von einem Detailreichtum an Hintergrundwissen und geschichtlichen Begebenheiten untermauert.

Auch die verschiedenen Perspektiven haben mir richtig gut gefallen. Neben Corrie und Nora gibt es weitere Handlungsstränge, unter anderem rund um Noras Bruder, wodurch sich das Buch angenehm vielschichtig anfühlt. Die Spannung bleibt dadurch konstant hoch und ich wollte permanent wissen, wie alles zusammenhängt.

Fazit

Wer Mystery-Thriller mit wissenschaftlichem Einschlag, düsterer Atmosphäre und großen Verschwörungen mag, sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen. Für mich war „Old Bones – Das neunte Opfer“ ein absolut packender Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Buchdetails:

„Old Bones – Das neunte Opfer“ von Douglas Preston und Lincoln Child (Band 4)
Doemer Knaur – 03.03.2025 (Hier geht’s zur Verlagsseite🔗)
Paperback – 416 Seiten – 16,99€
Audiobook (Argon Verlag) – 13:09 Stunden – 24,95€ (UVP)


Hinweise

Rezension: ©alienicious 2026

Das rezensierte Buch habe ich selber erworben.

Eine Übersicht meiner Rezensionen findet ihr hier. 🕮

Podcast Recap – KW04-2026

Auch in dieser Woche hat mich ein bunter Strauß an Podcast Episoden begleitet.

Insbesondere Die Lage der Nation hat einen großen Teil meines Pensums ausgemacht. Die Lage der Nation ist mein favorisierter Podcast, wenn es um politische Themen geht. Die beiden Hosts Philip Banse und Ulf Buermeyer informieren nicht nur über das aktuelle Geschehen hierzulande und in der Welt sondern sie erklären auch Hintergründe, ordnen Geschehnisse ein und sprechen mit Experten. So vermittelt der Podcast für mich nicht nur News sondern setzt diese auch in ein größeres Bild, was für mich persönlich in dieser Zeit von Aufruhr, Krieg und Unsicherheit wahnsinnig hilfreich ist.

Ich habe noch viele Folgen aufzuholen. Lese hierzu auch gerne meinen Beitrag zur Politikmüdigkeit.

Mein gute Laune Gegenpol war wie immer Das Universum. Wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann die Beständigkeit des Universums – zumindest in unseren Zeit Skalen. 😀

KW04 – 19.01.2026-25.01.2026 – Gehörte Episoden (11)

Das Universum:
DU146 – Das Universum schaut in die Zukunft
DU145 – Wo sind die ganzen Plejaden hin?
DU144 – Die Stürme auf Neptun

Methodisch Inkorrekt:
Mi377 – „Gesichtsempfindung“ 

Kack und Sachgeschichten (Free/Premium):
#337: Der Mann in der scheissernen Maske | feat. Dom Schott

Lage der Nation:
#LdN451 Fördert Wandel Populisten? (Nicola Fuchs-Schündeln, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Teil 1

#LdN449 Was wird aus Trumps Gaza-Plan?, Zwei Jahre nach dem Oktober-Massaker (Meron Mendel, Leiter Bildungsstätte Anne Frank), Unruhe regiert Frankreich, Chat-Kontrolle gefährdet unnötig Bürgerrechte, Feedback Migration

#LdN448 Trump-Plan torpediert Zwei-Staaten-Lösung, Drohnenabwehr für Deutschland, Warum sinken die Flüchtlingszahlen? (Gerald Knaus, Migrationsforscher), Wahlen in Syrien (Kristin Helberg, Sophia Maier), Deutsche Staatsfirma kauft Gas in Russland, Warum Merz nicht zündet, Eure Krisen-Strategien

#LdN447 Trump überrascht mit Ukraine-Prognose, Was soll die Anerkennung Palästinas?, Euer Umgang mit der Weltlage, Neue Strategie der Bahn (Dirk Flege, Allianz Pro Schiene), Kimmel is back, Wirtschaftsministerin kopiert von RWE und eon, Wie Ihr mit Strom Geld verdient

#LdN446 Charlie Kirk und Trumps Weg in die Autokratie, AfD gewinnt bei NRW-Kommunalwahlen, Russland testet EU und NATO mit Drohnen, EU-Staaten kaufen Gas und Öl in Russland, Aufruf: Wie kommt ihr mit der Weltlage klar? Reiches 10-Punkte-Plan zur Energiewende, Arbeitskräftemangel bremst Konjunktur

Verbrechen von Nebenan:
#166 Der böse Bauer

Podcast Recap 2026
alienicious.de

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Podcast Recap – KW03-2026

Nachdem ich in der letzten Woche bereits wieder mehr Podcasts gehört habe, als zu Beginn des Jahres, zeigt sich in dieser Woche, dass ich wieder mehr Lust auf Abwechslung hatte.

Von True Crime (Mordlust) über Comedy/Laberpodcasts (AAA) bis hin zu Wissenschaft (Methodisch Inkorrekt) war alles dabei.

Neu gestartet bin ich mit dem Podcast „13 Minutes to the moon“, der ursprünglich die Geschichte über die erste Mondlandung erzählt, mittlerweile aber unter anderem auch das Artemis Programm beleuchtet.

KW03 – 12.01.2026-18.01.2026 – Gehörte Episoden (13)

Alliteration am Arsch:
AAA366 – „Korrektes Karma“ 
AAA365 – „Launiger Lupus“ 

Plot House:
#22 Lulu & Karam

Methodisch Inkorrekt:
Mi376 – „Integraler Haarschnitt“ 
Mi375 – „Tränen der Engel“ 
Mi372 – „Moosgraffiti“ 

Kack und Sachgeschichten (Free/Premium):
#336: Jahresrückblick 2025 – Filme & Serien

Lage der Nation:
LdN439 Wie kann die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen – und was geht uns das an? (Gustav Gressel, Politikwissenschaftler) – Teil 2

Mordlust:
#62 Heimtückisch

BBC – 13 Minutes to the moon Podcast:
13 Minutes to the Moon: Trailer, T-minus 1
13 Minutes to the Moon: Trailer, T-minus 2
13 Minutes to the Moon: Trailer, T-minus 3
13 Minutes to the Moon: Trailer, T-minus 4

Podcast Recap 2026
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Rezension: „To Tempt a God“ von Anna Benning

Rezension: "To Tempt a God" von Anna Benning

Inhalt

»Es heißt, nur diejenigen können unter den Göttern überleben, die ihr Herz zu Stein verwandeln. Doch diese Fähigkeit hast du mir genommen. Mein Herz schlägt für dich, und ich will dich deshalb hassen – aber ich kann es nicht.«
 
In Silver City herrschen die Götter. Menschen dürfen in der Stadt des Lichts zwar leben, aber schon ein falscher Schritt kann für sie den Tod bedeuten. Als Aurora an den Hof der Götter berufen wird, muss sie sich plötzlich in einer Welt voller Grausamkeiten und Machtspiele behaupten. Denn ausgerechnet Colden, der Sohn des gefürchteten Herrschergotts, bindet sie als seine Dienerin für immer an sich. Doch anders als die anderen Götter will Colden Aurora nicht besitzen und verabscheut die barbarischen Regeln, die den Menschen auferlegt werden. Gefangen zwischen Misstrauen, unausgesprochenen Gefühlen und einer verbotenen Anziehung kommen sich Aurora und Colden näher – während die Welt der Götter auf einen Krieg zusteuert, der die fragile Ordnung Silver Citys ein für alle Mal in Stücke reißen könnte …

Quelle: Fischer Sauerländer

Meine Meinung

To Tempt a God“ ist der Auftakt der Götterlicht-Saga von Anna Benning. Ich bin über das Buch gestolpert, nachdem ich „The Games Gods Play“ gelesen habe und völlig im Mythologie-Fieber war. Entsprechend hoch war meine Lust auf Themen wie Götter, Machtspiele und dramatische Gefühle – und genau das bekommt man hier auch.

Benning entführt uns in eine mythologische, dystopische Welt, in der Licht wortwörtlich das Lebenselixier ist. Während die oberen Schichten der riesigen Städte im Glanz leben, existieren die unteren Ebenen nahezu vollständig in Dunkelheit. Silver City wird von den Göttern beherrscht, die über alles und jeden bestimmen. Menschen sind in diesem Gefüge kaum mehr als Untergebene oder Leibeigene – unfrei und den Launen der Götter ausgeliefert.

Aurora wird als Dienerin – eine sogenannte Valet – auserwählt und auf Lebenszeit an Colden gebunden – den Sohn des herrschenden Gottes. Damit taucht sie mitten hinein in eine Welt aus Intrigen, Machtspielen und Grausamkeiten, in der sie nicht nur überleben, sondern auch ihren Bruder retten muss.

Besonders spannend fand ich dabei die Dynamik zwischen Aurora und Colden: Während Aurora die Götter und ihre grausame Welt zutiefst verabscheut, merkt sie nach und nach, dass Colden nicht so ist wie die anderen Götter. Er hinterfragt viele der barbarischen Traditionen selbst und steht zunehmend zwischen den Erwartungen seiner Welt und seinen eigenen Überzeugungen. Dadurch gerät Aurora immer stärker in einen inneren Konflikt zwischen Misstrauen, Wut und ihren aufkommenden Gefühlen für ihn.

Die Geschichte verbindet dabei klassische Romantasy-Elemente mit einer gesellschaftlichen Dystopie, die die Spaltung zwischen Arm und Reich extrem zuspitzt. Gerade die Bildsprache mit Licht und Dunkelheit ist sehr klar.

Aurora mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist eine klassische starke Heldin, aber nicht unangreifbar. Sie vereint Wut, Mut und den Drang etwas verändern zu wollen mit Ängsten, Verletzlichkeit und emotionalen Konflikten. Dadurch wirkte sie für mich nachvollziehbar und sympathisch.

Die mythologische Welt orientiert sich nicht streng an einer bestehenden Mythologie, bedient sich aber vieler bekannter Bilder und Konzepte rund um Götterdynastien, göttliche Macht und sterbliche Diener. Dadurch fühlt sich die Welt vertraut und gleichzeitig eigenständig an.

Fazit

Insgesamt hat mir das Buch wirklich sehrt gut gefallen. Für mich war es ein echter Page Turner mit einer spannenden Welt, viel emotionaler Spannung und genau der richtigen Mischung aus Dystopie, Mythologie und Abenteuer. Ich habe auf jeden Fall große Lust auf Band 2!

Buchdetails:

„To Tempt a God“ von Anna Benning
Fischer Sauerländer – 28.05.2025 (Hier geht’s zur Verlagsseite🔗)
Gebundene Ausgabe – 544 Seiten – 21,99€
Hörbuch – 13:04 Std. ab 9,99€


Hinweise

Rezension: ©alienicious 2026

Das rezensierte Buch habe ich selber erworben.

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