In den letzten Tagen habe ich wieder ein paar Bücher weitergelesen und deshalb möchte ich mal wieder meine Gedanken zusammentragen

“Eisfieber” von Ken Follett Seite 260-462 (von 462) – Beendet

Auf dieses Buch habe ich ja bereits im letzten Lesetagebuch ein Loblied gesungen. Ich finde es wirklich toll.

Die Geschichte ist spannend, voller Wendungen und vielfältiger Ebenen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, wenn auch teilweise etwas sehr shiny. Das Buch unterhält mich von vorne bis hintern wunderbar.

Nachdem im ersten Teil des Buches Stanley Oxenfords Sohn Kit den großen Überfall auf Oxenford Medical geplant und begonnen hat, macht ihm nun der schwere Schneesturm vollends einen Strich durch die Rechnung. Und nicht nur das, auch die kluge viel zu schöne und makellose Toni ist auf Zack.

Nachdem Kit und seine Bande, getarnt als Mitarbeiter der Telefonanlagenfirma, in die Labore eingedrungen sind, wird schon hier klar, dass seine “Geschäftspartner” ihm nicht die ganze Wahrheit mitgeteilt haben. Zum einen waren keine Waffen vorgesehen, aber daran hält sich niemand, und auch nicht daran keine Menschen zu verletzten.

Noch viel schwerer wiegt jedoch, dass die Geschäftspartner gar nicht vorhaben das Medikament gegen das gefährliche Madoba-2-Virus zu klauen, sondern das Virus selber. So wird aus einem Millionenschweren Diebstahl die Vorbereitung für einen handfesten Terroranschlag. Kit verzweifelt zusehens, jedoch ist er viel zu tief in der Sache verwoben um jetzt noch auszusteigen.

Auf ihrer Flucht vom Labor wird ihnen der Weg durch den Schneesturm verwehrt und so kommt Kit auf die glorreiche Idee die Band zu sich in sein Elternhaus zu bringen. Ab jetzt läuft der Plan völlig aus dem Ruder. Seine Geschwister, deren Partner, die Kinder und sein Vater Stanley werden hineingezogen und einige auch körperlich wie geistig verletzt.

Letztlich gelingt es Toni jedoch das Blatt zu wenden und so können die Diebe dingfest gemacht werden. Kit ist tief gerähmt, gefasst und verzweifelt. Er hegt großen Groll gegen Stanley, doch eine Sache steht noch aus: Das Virus soll am nächsten Tag dem Käufer und somit dem Drahtzieher hinter dem geplanten Terroranschlag übergeben werden.

Kit willigt schließlich ein, die Übergabe zu machen und mit vereinten Kräften gelingt es den Käufer und die Hintermänner in die Finger zu bekommen.

Im Epilog – ein Jahr später – erfahren wir, dass einige Familienmitglieder die Ereignisse weniger andere besser überstanden haben. Stanley und Toni aber schweben im siebten Himmel und sind bereits verheiratet. Ende gut alles gut – oder so.

Toni, ist der Charakter, der am aller glattesten gezeichnet ist. Sie ist die große Heldin der Geschichte. Sie ist überaus Klug. Gut in ihrem Job, sie bringt Opfer für ihre Mutter, sie rettet Stanleys Familie. Sie ist als Ex-Cop natürlich auch super trainiert. Ihr Charakter besitzt am wenigsten Kanten. Vielmehr ist sie der shiny Heldencharakter der Geschichte.

Hingegen gibt es andere Charaktere die ich wirklich toll geschrieben finde. So ist z.B. Stanleys Enkel ein Jugendlicher von 15 Jahren viel authentischer. Er gibt vor seinem Love Interest an und versagt, hat Ängste und gibt trotzdem alles. Nach einer wirklich schockierenden Situation übergibt sich anschließend. Er ist so viel natürlicher als Toni.

Fazit: Ich mag das Buch und finde es wirklich spannend. 🙂

“The Chemist – die Spezialistin” von Stephenie Meyer – Kapitel 142 – 183 (von 279)

In diesem Abschnitt von “The Chemist” wendet sich das Blatt für Alex und Daniel.

War es zuvor einen Moment lang fast zu ruhig um dem Braten zu trauen, ist jetzt wieder die Hölle über ihnen hereingebrochen. Zum Hintergrund: Alex und Daniel verstecken sich im Anwesen von Daniels Bruder, solange Kevin die Vorbereitungen trifft um Alex Chef eine Falle zu stellen.

In der Zeit die ihnen bleibt wird weniger vorbereitet als das sich mehr eine noch frische Liebesgeschichte entwickelt. Doch dann begeht Daniel einen schweren Fehler. Er ist noch ganz in seinem normalen Leben. Und in einem normalen Leben ist es eben ganz normal einfach ins nächste Dorf zu fahren und etwas einzukaufen.

Alex ahnt, dass dieser Fehler sie alle noch böse einholen wird. Und nur wenige Tage später ist es soweit. Bewaffnete Männer überfallen das Anwesen. Kevins Geschäftspartner der auf Hof lebt wird umgebracht, Alex und Daniel können gerade so flüchten.

Sie bewaffnen sich aus Kevins großzügigem Fundus an Waffen, Munition und Ausrüstung und schappen einen der Männer um ihn zu verhören. Raus bekommen sie nicht viel, aber es war wohl wirklich Daniels Fehler, der sie zu ihnen geführt hat. In einer Nacht und Nebel Aktion packen sie alles nötige zusammen, Essen, Wasser, ein paar Hunde 🙂 <3 und machen sich auf den Weg zum nächsten Unterschlupf…

Soweit so gut, mein im letzten Lesetagebuch geäußerter Verdacht Daniel könnte ein Spion sein, hat sich bislang nicht bestätigt, ist aber auch noch nicht vom Tisch. Dafür spricht, dass er als Zivilist, der vor einigen Tagen noch Lehrer war, einfach viel zu locker bleibt angesichts dieser Waffen, Gewalt, Zerstörung und nicht zuletzt dass sein ganzes Leben umgekrempelt wurde. Außerdem ist er viel zu versiert im Umgang mit Waffen. Dies wird damit erklärt, dass sein Vater ihm das beigebracht habe und er eben ein Naturtalent sei. Fishy!

Dann seine gesteigerte Zuneigung zu Alex. Nicht das sowas nicht vorkommen kann, aber seine Liebe zu Alex ist immens. Und wir sprechen hier immernoch von wenigen Tagen, wir sprechen davon, dass Alex ihn gefoltert hat und wir sprechen davon, dass Alex quasi der Grund ist, dass er sein ganzes Leben verloren hat, so wie es war. Wie nennt man das noch gleich? Stockholmsyndrom?

Nun ja die Liebesgeschichte zwischen beiden ist bislang zum Glück nicht zu kitschig. Sie kommen sich näher und auch Alex empfindet immer mehr für Daniel.

Was ich zum einen sehr verstörend an diesen Kapiteln fand war, dass Kevins Hunde, die zum Zwecke des Schutzes und auch Angriff ausgebildet wurden, jetzt tatsächlich in Aktion getreten sind und mit unter verletzt und getötet wurden zum anderen finde ich es toll, dass sie nicht nur eine vergessene Nebenhandlung darstellen. Kevins gute Vorbereitung beinhaltet auch einen Plan B für die Hunde. Sehr löblich.

Dieser Abschnitt hat sich sehr viel mehr an einem Ort abgespielt. Zuvor war Alex immer in Bewegung, immer auf der Flucht, dieser Abschnitt war sehr stationär. Schade fand ich es, dass die große Rahmenhandlung: Wer ist hinter Alex und Kevin her und warum? Sehr in den Hintergrund getreten ist und nur noch eine kleine Rolle gespielt hat.

Fazit: Ich bin immer noch nicht überzeugt, dass Daniel einer von den guten ist. Ich finde Daniels Verhalten nicht sehr nachvollziehbar. Kevin ist ausschlaggebend für den Fortschritt der Handlung, wird aber natürlich nur eingesetzt wenn die Lovestory grad weit genug ist, aber Alex Detailversessenheit gliedert sich in diesem Abschnitt viel natürlicher ein, als zu Beginn der Geschichte. Auch wenn ich Kritikpunkte äußere, bis zu diesem Punkt fühle ich mich unterhalten und ich bin neugierig wie es weiter geht.

Rhetorik. Smalltalk. Schlagfertigkeit. Selbstbewusstsein von Julius Loewenstein – Kapitel 1 – 13 (von 44)

Puh… also bei diesem Buch – beziehungsweise diesem 4-in-1-Buch – fällt es mir echt schwer eine Einschätzung abzugeben.

Ich höre das Buch als Audible Hörbuch, sodass ich auch nur die Audiokomponente habe und nichts schriftlich vor mir sehe.

Im Ersten Abschnitt geht es darum wie man Vorträge und Reden strukturiert, wie man seine Zuhörer in seinen Bann zieht und den richtigen Effekt erzielt. Viele der genannten Aspekte sind sicherlich gut und richtig, nur sind sie eben auch sehr oberflächlich und knapp zusammen gefasst. Das Buch muss natürlich auch keinem akademisch anmutenden Niveau genügen, ist in meinen Augen aber eher eine gute Anregung als eine konkrete Handlungsanweisung. Es vermittelt einige gute Aspekte, die sich lohnen weiter recherchiert zu werden und bildet ein Mindset mit dem man eine Rede vermutlich halten sollte.

Ich werde auf jeden Fall weiter berichten wenn ich die nächsten Kapitel gehört habe.

Links

Lesetagebuch vom 12.08.2021

Lesetagebuch vom 11.08.2021

“Eisfieber” im Lübbe Verlag

“The Chemist” bei Audible

“Rhetorik. Smalltalk. Schlagfertigkeit. Selbstbewusstsein” bei Audible

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